Fortbildung und Qualifizierung

Der Begriff „Familienbildner*in“ wird zwar als Bezeichnung einer praktizierten beruflichen Tätigkeit verwendet. Als geschützte Berufsbezeichnung, als Abschluss eines Studiums oder einer staatlich anerkannten Berufsausbildung existiert er bislang nicht.

Die Studiengänge „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“ an der TU Köln bzw. an der Hochschule Düsseldorf gehen davon aus, dass die Unterstützung kindlicher Bildungsprozesse und die Stärkung der Eltern in ihrer Erziehungskompetenz aufs engste miteinander verknüpft sind und etablieren eine Verknüpfung von Pädagogik der Kindheit und Familienbildung als akademische Grundqualifikation, um so für beide Handlungsfelder eine breite wissenschaftliche und forschungsorientierte Fundierung zu ermöglichen.

An weiteren Universitäten und Hochschulen ist Familienbildung teilweise als Schwerpunkt anderen Hauptstudienfächern zugeordnet, wie beispielsweise

Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen, Ausbildungsgänge und -niveaus arbeiten in der Familienbildung. Zumeist sind sie auf Tätigkeitsprofile in anderen Arbeitsfeldern hin ausgebildet. Sie bringen eine Vielfalt unterschiedlicher fachlicher Kompetenzen in die Praxis ein; ihren Aufgaben und Funktionen im Bereich der Familienbildung entsprechend ist jedoch meist eine zusätzliche Qualifizierung für die jeweilige spezielle Tätigkeit erforderlich. So sind beispielsweise Leiterinnen/Leiter der generationenübergreifenden Eltern-Kind-Gruppen i.d.R. als Erzieherinnen/Erzieher für die Arbeit mit Kindern ausgebildet, kaum jedoch für die – gleichzeitige – Arbeit mit den Eltern.

(BMFSFJ, 2005, Familienbildung als Angebot der Jugendhilfe, Kap. 9 Fortbildung)

Seit 2011 besteht für Fachkräfte in der Bildungsarbeit mit Familien die Möglichkeit, sich im Rahmen der ESF-Bundesprogramme Elternchance I und II zu Elternbegleiter*innen weiterqualifizieren zu lassen. Die Weiterqualifizierung zielt darauf ab, dass Fachkräfte ihre Zusammenarbeit mit Eltern und Familien wertschätzend gestalten und sie kompetent rund in Fragen rund um die Bildung ihrer Kinder begleiten.

„Viele Mitarbeiter im Bereich der Familienbildung sind Honorarkräfte, die nebenberuflich oder während ihrer Familienphase tätig sind. Sie haben überwiegend keine pädagogische Ausbildung und erhalten nur selten die Möglichkeit, an Fortbildungsveranstaltungen (z.B. über Erwachsenenbildung oder Arbeit mit Kleinkindern) teilzunehmen oder gar eine Supervision zu erfahren. Aber auch Erzieherinnen und andere Fachkräfte beklagen immer wieder, dass sie für Familienbildung nicht ausgebildet wurden. Auch mangele es an Fortbildungs- und Supervisionsangeboten in diesem Bereich. Und in der Familienselbsthilfe sind in der Regel nur Laien aktiv.“

Martin R. Textor, 2001, Familienbildung als Aufgabe der Jugendhilfe

„Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen, Ausbildungsgänge und -niveaus arbeiten in der Familienbildung. Zumeist sind sie auf Tätigkeitsprofile in anderen Arbeitsfeldern hin ausgebildet. Sie bringen eine Vielfalt unterschiedlicher fachlicher Kompetenzen in die Praxis ein; ihren Aufgaben und Funktionen im Bereich der Familienbildung entsprechend ist jedoch meist eine zusätzliche Qualifizierung für die jeweilige spezielle Tätigkeit erforderlich. So sind beispielsweise Leiterinnen/Leiter der generationenübergreifenden Eltern-Kind-Gruppen i.d.R. als Erzieherinnen/Erzieher für die Arbeit mit Kindern ausgebildet, kaum jedoch für die – gleichzeitige – Arbeit mit den Eltern.“

(BMFSFJ, 2005, Familienbildung als Angebot der Jugendhilfe, Kap. 9 Fortbildung)

Zusätzliche Qualifizierung ist für Mitarbeitende in der Familienbildung erforderlich, die fachpraktische Kurse leiten wie etwa Kochen, Haushaltsführung, Gymnastik und Turnen, Handarbeiten oder Werken. Teilweise werden Leiter*innen der praktischen Kurse von den Einrichtungsträgern intern geschult oder zur Fortbildungsteilnahme verpflichtet.

Ein Angebot an Seminaren zur Grundlagenqualifizierung im Handlungsfeld Familienbildung wäre auch mit Blick auf die notwendige Weiterentwicklung des Feldes eminent wichtig.

Von verschiedensten Trägern, Einrichtungen und Verbänden werden „Ausbildungen“ im Sinne von Zusatzqualifizierungen angeboten. Diese sollen häufig gezielt zur Leitung von Lern- und Gesprächsgruppen befähigen und berechtigen, die nach speziellen, teilweise rechtlich geschützten Konzepten/Programmen für die Eltern- und Familienbildung arbeiten. Beispiele für geschützte Programme, deren Nutzung und Einsatz eine zertifizierte Qualifizierung voraussetzt:

Weitere Zusatzqualifizierungen werden von den großen Trägerverbänden der Familienbildungseinrichtungen, insbesondere den beiden großen Kirchen und den Wohlfahrtsverbänden, aber auch von freien Bildungsinstituten und Hochschulen offen ausgeschrieben. In zunehmendem Maße entwickeln auch die örtlichen und regionalen Volkshochschulen Angebote für Familien und für Kursleiter*innen in der Familienbildung.

Informationen zu verschiedenen Qualifizierungen für Mitarbeitende in Familienbildungseinrichtungen in NRW bieten die Landesarbeitsgemeinschaften der Familienbildung in NRW.

„Fortbildungsangebote, die die aktuell erforderlichen Veränderungsprozesse unterstützen, sollten die persönliche Ebene der Werte und Haltungen, die fachliche Ebene der neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse und des methodischen Repertoires zu ihrer Umsetzung in die Praxis und die strukturelle Ebene des Umgangs mit Institutionen, Netzwerken und Kooperationspartnern berücksichtigen, wenn sie nachhaltige Wirkung entfalten sollen.“

(BMFSFJ, 2005, Familienbildung als Angebot der Jugendhilfe. Kap. 9 Fortbildung)

Vielfältige themen-, methoden- oder zielgruppenspezifische Fortbildungen und Qualifizierungen unterschiedlichen Umfangs und unterschiedlicher Dauer für Mitarbeiter*innen der Familienbildung können über die Träger und Einrichtungen ermittelt werden, die in den Fachverbänden der Familienbildungsträger und -einrichtungen organisiert sind:

Darüber hinaus legen die bundesweiten Bildungswerke der Wohlfahrtsverbände und weitere Organisationen jährlich interessante Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote auch für Mitarbeitende in der Familienbildung vor:

Weiterbildungsdatenbanken bieten eine gute Recherchemöglichkeit zu Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowohl bundesweit als auch regional:

Die Weiterbildungsdatenbank des Referats Weiterbildung und Entwicklung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin bietet eine Zusammenstellung von Anbietern der beruflichen Fortbildung/Weiterbildung/Ausbildung im Bereich Sozialarbeit und Sozialpädagogik.

Familienbildung – Elternchance

2011 brachte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Programm „Elternchance ist Kinderchance“ auf den Weg. Dieses Programm verfolgte das Ziel, insbesondere durch bildungsbegleitende und beratende Angebote im unmittelbaren Lebensumfeld der Familien und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern die Bildungschancen und -perspektiven für alle Kinder zu verbessern.

Aufgrund der anhaltenden großen Nachfrage wurde das ESF Programm bis Ende 2021 verlängert.

Gemeinsam mit fünf weiteren bundeszentralen Trägern der Familienbildung hat der AWO Bundesverband als Partner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine entsprechende Weiterqualifizierung „Elternbegleiter*in“ entwickelt. Bis Ende 2020 wurden insgesamt bereits rund 13.000 Fachkräfte der Familienbildung zu Elternbegleiter*innen qualifiziert. Mit einem weiteren Programm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ unterstützte das Bundesfamilienministerium als Modellprojekt von Mai 2017 bis Dezember 2020 die eine Zielgruppe der neu zugewanderten Familien.

Seit dem 01.08.2015 werden die Weiterqualifizierungen im Rahmen des durch den Europäischen Sozialfonds und des Bundesfamilienministeriums geförderten Programms „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ angeboten. Für die Teilnahme an der Weiterqualifizierung wird eine Bearbeitungsgebühr von 100 € erhoben (inklusive Verpflegung und Übernachtung), Reisekosten müssen selbst getragen werden. Einblicke in das Projekt, die Weiterqualifizierung sowie die Praxis von Elternbegleiter*innen finden Sie in auf unserer Homepage www.konsortium-elternchance.de

Die Weiterqualifizierung zum*zur „Elternbegleiter*in“ besteht aus drei Qualifizierungsmodulen von jeweils vier bzw. fünf Tagen:

Bildung im Kindesalter (Modul I (vier Tage)

  • Voraussetzung von Bildungsprozessen
  • Bildung im Alltag/Bildungsbereiche in der Kindheit
  • Bildungsübergänge
  • Ungleiche Bildungschancen
  • Bildungsinstitutionen/Bildungssysteme

Fallverstehen und Elternbegleitung (Modul II (vier Tage)

  • Theorie zu Beratung und Kommunikation
  • Rolle und Haltung der Elternbegleiter*innen
  • Wirksame Elternberatung
  • Vernetzte Elternarbeit
  • Reflexion, Präsentation und Vernetzung

Familie: Partnerschaftlichkeit und Wohlergehen (Modul III (fünf Tage)

  • Lebenslagen und Lebenswelten von Familien sowie Wandel der partnerschaftlichen Arbeitsteilung
  • Kindliche Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehung
  • Erziehungsalltag und handlungsorientierte Hilfen
  • Abschlusskolloquium mit Präsentation des durchgeführten Praxisprojektes

Die Vermittlung von Lehr- und Lerninhalten erfolgt in einem dialogisch angelegten Lernprozess. Dabei geht es nicht allein um die Vermittlung von Wissen, sondern vielmehr auch um eine Selbstreflexion zu Rolle und Haltung als „Elternbegleiter*in“, kollegiale Beratung und Erfahrungsaustausch. Zwischen den Modulen erfolgen Aufgaben im Selbststudium, Treffen in Kleingruppen und die Dokumentation eines Praxisprojektes.

Das Interesse an der die Weiterqualifizierung zur*zum Elternbegleiter*in erwächst oftmals aus  dem Wunsch, die Zusammenarbeit mit Eltern und Familien zu verändern:
Wie kann ich Eltern besser erreichen? Wie kann ich Eltern beraten und stärken, ohne sie zu belehren? Wie kann ich als Fachkraft in der Zusammenarbeit mit Eltern und Familien noch sicherer werden?“

Mütter und Väter in der Wahrnehmung ihrer Rolle als Bildungsbegleiter*innen ihrer Kinder zu stärken, Familien in der Entdeckung und Entwicklung ihrer Ressourcen zu unterstützen und sie zu Austausch, Eigeninitiative und gegenseitiger Hilfe anzuregen, setzt vor allem voraus, dass die Fachkräfte den Müttern und Vätern vorurteilsbewusst, sensibel und wertschätzend begegnen, sie als Expert*innen und als bestmögliche Ressource ihrer Kinder anerkennen. Elternbegleiter*innen nehmen eine dialogische Grundhaltung ein, die eine gleichwürdige Begegnung ermöglichen kann. „Dialog“ steht für Offenheit für individuelle und vielfältige Lebensformen, für den Respekt vor der Unterschiedlichkeit, vor unterschiedlichen Lebensentwürfen und vor dem Tempo individueller Entfaltung. Diese Grundhaltung beinhaltet eine klare Positionierung hin zu einer Zusammenarbeit mit Eltern und Familien, die Unterschiedlichkeit als Reichtum versteht und deren Anliegen im Abbau jedweder Ausgrenzung liegt. In Kombination mit den zu erarbeitenden Inhalten und Fähigkeiten bildet diese Haltung die Basiskompetenz der Qualifizierung.

Elternbegleiter*innen stehen Eltern im Familienalltag und bei Bildungsfragen beratend zur Seite: Der  Imagefilm Elternbegleitung vermittelt, wie vielfältig die Familienbildung ist, was Elternbegleitung bewegen kann und welche Erfolgsgeschichten es gibt.

Die Qualifizierung richtet sich an haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter*innen aus der Familienbildung, der Kindertagesbetreuung und familienunterstützenden Einrichtungen und Diensten mit pädagogischer Grundausbildung.. Die Teilnehmenden sollten über hinreichende Praxiserfahrung in der Zusammenarbeit mit Familien und in der eigenständigen Leitung von Begegnungs-, Bildungs- und Beratungsangeboten oder anderen Veranstaltungen für Eltern und Familien verfügen. Bereits vorhandene Zusatzqualifikationen im Bereich der Eltern- und Familienbildung sind wünschenswert, aber nicht Bedingung.

Die Bewerbung erfolgt über einen der beteiligten Verbände, z.B. über den AWO Bundesverband e.V.

Zentrale Befunde der programm- und prozessbegleitenden Evaluation des Bundesprogramms durch das Deutsche Jugendinstitut und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurden auf dem 2. Bundeskongress der Elternbegleiter*innen am 4. November 2014 in Berlin veröffentlicht.

Die Befunde zeigen unter anderem, dass die Resonanz der qualifizierten Fachkräfte auf die Weiterqualifizierung sehr positiv ist. Vor allem begrüßen die Fachkräfte die hohe Praxisrelevanz der Weiterqualifizierungsinhalte: Die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen stärken sie in der Zusammenarbeit mit Eltern und inspirieren sie, Angebote und Zugänge vielfältig und kreativ zu gestalten, sodass die Ansprache der Eltern oft leichter und besser gelingt als bisher. Von den Eltern wird die wertschätzende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Elternbegleiter*innen gern angenommen und als sehr positiv erlebt. Mütter und Väter, die Kontakt zu Elternbegleiter*innen haben, nutzen insgesamt mehr Angebote der Familienbildung wie auch zur Förderung und Bildung ihrer Kinder als Eltern ohne diese Begleitung.

Gleichzeitig lassen die Befunde jedoch auch erkennen, dass wirksame Elternbegleitung geeignete institutionelle Rahmenbedingungen benötigt. Auch die für eine gelingende Begleitung von Familien notwendige Vernetzung der Elternbegleiter/innen mit Einrichtungen und Diensten innerhalb eines Sozialraumes erfordert zeitliche und personelle Ressourcen.

Das Trägerkonsortium aus sechs bundesweit tätigen Organisationen, die Aufgaben der Familienbildung wahrnehmen, hat bis Ende 2020 rund 7000 Fachkräfte zu Elternbegleiter*innen weiterqualifiziert und setzt sich für eine Stärkung und Verstetigung der Arbeits- und Einsatzmöglichkeiten von Elternbegleiter*innen ein.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung über den folgenden Link online ein: https://www.konsortium-elternchance.de/mp-termine/anmeldung/

Informationen zu Tagungsorten und Terminen finden Sie hier:     https://www.konsortium-elternchance.de/aktuelle-infos/kurstermine-2021/

Als Qualifizierungsträger beraten wir Sie gern bei Fragen rund um das Bewerbungsverfahren und stehen für Fragen zur Weiterqualifizierung „Elternbegleiter*in zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Fragen an:

Sarah Rockenberger (Koordinatorin im AWO Bundesverband)
Tel.: 030/26 309 460
sarah.rockenberger@awo.org

Das Verfahren

Registrieren Sie sich bitte zunächst mit Ihrer Email-Adresse auf dem Bewerbungsserver und füllen Sie anschließend das Bewerbungsformular aus.

Im Bewerbungsformular legen Sie bitte Ihr Interesse an der Qualifizierung dar und machen Angaben zu beruflicher Eignung, Erfahrungen in der Eltern-bzw. Familienbildung und Motivation. Wählen Sie Ihren gewünschten Qualifizierungskurs und geben Sie eine zweite oder auch dritte Kurswahl an.

Füllen Sie bitte das Bewerbungsformular vollständig aus und speichern es. Sind alle notwendigen Daten eingetragen, können Sie das Bewerbungsformular absenden.

Die eingereichten Bewerbungen werden durch den ausgewählten Qualifizierungsträger fachlich geprüft. Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie per Email eine Benachrichtigung. Den Status Ihrer Bewerbung können Sie jedoch auch jederzeit selbst auf dem Bewerbungsserver einsehen.

Bei positiver Prüfung bestätigt der Qualifizierungsträger Ihre Teilnahmeberechtigung. Drucken Sie dann bitte die Einwilligungserklärung sowie den Teilnahmevertrag über den Bewerbungsserver aus. Senden Sie bitte anschließend beide unterschriebene Dokumente postalisch an Ihren Qualifizierungsträger. Mit der Einsendung dieser beiden mit Originalunterschrift versehenen Dokumente erklären Sie Ihre verbindliche Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme.

Der Qualifizierungsträger erhebt eine Bearbeitungsgebühr von 100 EURO. Zudem fallen für die Teilnehmenden die Fahrtkosten zum und vom Kursort an. Die übrigen direkt anfallenden Kosten im Rahmen der Qualifizierung werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

Sechs bundesweit tätige Träger der Familienbildung haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um gemeinsam Elternbegleiter*innen zu qualifizieren:

In organisationsübergreifender Zusammenarbeit hat das Trägerkonsortium ein Curriculum zur Qualifizierung von haupt- und nebenamtlichen Fachkräften der Familienbildung zum*zur Elternbegleiter*in entwickelt. Diese entspricht den „Curricularen Anforderungen an die Weiterqualifizierung zum/r Elternbegleiter*in definierten Qualitätsmerkmalen“. Diese sind durch das Kompetenzteam „Frühe Bildung in der Familie“ des BMFSFJ an der Evangelischen Hochschule Berlin auf Grundlage der Erfahrungen des Bundesprogramms „Elternchance ist Kinderchance“ (weiter-)entwickelt worden.“

In der gemeinsamen Arbeit werden die jeweiligen Stärken und unterschiedlichen Kompetenzen der Verbände gebündelt, um verbände- und konfessionsübergreifend dafür einzutreten, dass die Bildungschancen von Kindern insbesondere aus bildungsbenachteiligten Familien verbessert werden.

Die Qualifizierung „Elternbegleiter*in“ wird im Rahmen des Programms „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Ziel der Europäischen Union ist es, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Der Europäische Sozialfonds (ESF) verbessert die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.
Mehr zum ESF unter: www.esf.de