KOOPERATION UND VERNETZUNG

 

Kooperation und Vernetzung kann dazu beitragen:
vorhandene Ressourcen effektiver zu nutzen,
Angebots"lücken" (räumlich, thematisch, Zielgruppen) zu erkennen und abzubauen und damit ein erweitertes, bedarfsgerechtes Angebot sicherzustellen,
unterschiedliche Zielgruppen in verschiedenen Lebenslagen besser zu erreichen,
neue Ansätze zu entwickeln,
die Akzeptanz zur Bildungsteilnahme zu verstärken und
mehr Transparenz und Öffentlichkeit für Familienbildung herzustellen.

Projekte, die sich für Vernetzung und Kooperation engagieren, bringen Akteur/innen aus verschiedenen Bereichen an einen Tisch, um ihre Ziele zu verwirklichen:

Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde 2003 von Renate Schmidt, der damaligen Bundesfamilienministerin, ins Leben gerufen. Durch Zusammenschlüsse von Partnern aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, freien Trägern, sozialen Einrichtungen, Kirchengemeinden, Initiativen etc. auf lokaler Ebene entstehen Netzwerke von Akteur/innen, die sich in einer Region für Familien engagieren.
Die Bündnisse streben konkrete Verbesserungen für Familien durch Projekte in verschiedenen Handlungsfeldern an: Balance von Familie und Beruf, Kinderbetreuung, Verkehr und Wohnen, Bildung und Erziehung, Information und Beratung, Familienrollen von Vätern und Müttern, Gesundheit, Beteiligungsmöglichkeiten an familienrelevanten Entscheidungen in der Kommune.
Vorbild der Initiative ist das Lokale Bündnis in Nürnberg, das sich mit der Kampagne für Erziehung innerhalb des Bündnisses für die Stärkung der Erziehungskompetenz einsetzt.

Zum Weiterlesen:
Lokale Bündnisse für Familie: Informationsbaustein Familienbildung (pdf)
Online-Handbuch Lokale Bündnisse für Familie
Kampagne für Erziehung

Monheim für Kinder Mo.Ki ist ein Netzwerk gegen die Folgen von Kinderarmut in einem sozialen Brennpunkt der Stadt Monheim in NRW. Mo.Ki hat den Deutschen Präventionspreis 2004 gewonnen. Dieser Preis wird vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Bertelsmannstiftung für herausragende und vorbildliche Einzelprojekte in der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland vergeben.

"Die Hammer Elternschule versteht sich als ein Netzwerk unterschiedlicher Einrichtungen und Träger, die sich inhaltlich dem Hammer Erziehungskonsens verpflichtet fühlen und die jeweils einen eigenständigen Beitrag leisten. Die koordinierende Funktion der Elternschule soll dabei sicherstellen, dass in Hamm ein flächen- und zielgruppendeckendes Netz von Lernangeboten über Erziehung entwickelt und aufrechterhalten wird. Unter Hammer Elternschule werden dabei alle Orte, Gelegenheiten und Kontexte verstanden, in denen speziell ausgebildete Fachkräfte und Referenten Hilfen und Lernangebote machen. Dabei bewegt sich die Elternschule zwischen Formen der traditionellen Elternbildung und ergänzenden Arbeitsformen der Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen, des Unterrichts in Schulen, der Erzieherischen Hilfen, der Erziehungsberatung und speziellen therapeutischen Ansätzen."

(Bartscher, Matthias, 2003, Hammer Elternschule vor Ort – Sozialraumbezogene Familienbildung und Begleitung junger Familien in benachteiligten Lebenslagen. In: Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie, Soziale Frühwarnsysteme in NRW." Dokumentation Fachtagung (pdf). Düsseldorf S. 15)

Das Bremer Elternnetz sammelt, koordiniert und veröffentlicht sämtliche Angebote zur Familienbildung in Bremen und Bremerhaven. Es ist Teil eines übergeordneten und gesamtstädtischen Projektes, das die kleinräumige, stadtteilbezogene wie niedrigschwellige Familienbildungsarbeit vorantreiben will. Für die Laufzeit von zwei Jahren - bis März 2004 - wurde das Bremer Elternnetz vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Das Bremer Elternnetz versteht sich als eine Service-Einrichtung für Eltern und für professionelle Dienste. Dazu bedarf es einer guten Vernetzung und Kooperation mit den Beteiligten, die über "Runde Tische", Arbeitskreise oder fachbezogene Treffen hergestellt werden.

Im Projekt Netzwerk Familienbildung (pdf) in Rheinland-Pfalz sind Familienbildungsstätten Motor und Impulsgeber: alle familienrelevanten Berufsgruppen und Einrichtungen sollen für den Zusammenschluss im Netzwerk gewonnen werden. Das Land fördert den Aufbau und die Weiterentwicklung von Netzwerken der Familienbildung.

Das Modellprojekt Neue Möglichkeiten der Vernetzung von Familienbildung im Land Brandenburg erprobte 2002 an mehreren ländlichen Standorten in Brandenburg verschiedene Vernetzungsansätze mit dem Ziel, regionale Netzwerke zu schaffen.

In Sachsen war der paritätische Landesverband Träger des Projektes Familienbildung im Netzwerk (pdf). Schwerpunkte waren Aufbau, Weiterentwicklung und lokale Vernetzung gemeinwesenbezogener sozialintegrativ wirkender Familienbildungsangebote. Unter der Leitung des Felsenweginstitutes der Karl Kübel-Stiftung für Kind und Familie wurden von März 2005 bis April 2007 Angebote der Familienbildung in den Familienzentren als Bestandteil regionaler Jugendhilfestruktur - auch in Kombination mit Kindertageseinrichtungen und anderen offenen Angeboten der Jugendhilfe - konzeptionell weiterentwickelt. Ein weiteres Ziel war die Erreichung neuer Zielgruppen der Familienbildung, insbesondere bildungsungewohnte Eltern und Familien in sozial belasteten Lebenslagen.

Zum Weiterlesen:
Familienbildung als Angebot der Jugendhilfe - Vernetzung, BMFSFJ
Strategiepapier Familienbildung im örtlichen Netzwerk (pdf), der Paritätische LV Sachsen
Arbeitshilfe Familienbildung kooperiert, LAG Familienbildung NRW
Schritte zur Vernetzung von Familienbildung (pdf) - Erfahrungen mit unterschiedlichen Vernetzungsansätzen der Mobilen Elternschule der AWO.

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